Die Stadtgründung
1185
Nach der Schlacht bei Lodìnice (Lodenitz) erhielt der Adlige Vítek von Prèice vom Landesfürsten den südöstlichen Teil Böhmens, den er kolonisierte.
1220-1237
Jindøich (Heinrich) Vítkovec lädt in die Marktsiedlung unterhalb der Burg den Deutschen Ritterorden ein (Domus hospitalis St. Mariae Teutonicorum). Er erteilt ihm das Patronatsrecht an der Pfarrkirche. Die Ordensbrüder werden verpflichtet, bei dieser Kirche ein Spital zu erbauen.
1255
Der Sohn von Jindøich (Heinrich), Vítek von Hradec, bestätigt den deutschen Rittern das ihnen von seinem Vater zugesprochene Patronatsrecht an der Pfarrkirche und gibt dem Orden weiteres Vermögen und Freiheiten hinzu. Unter den Beteiligten an diesem Rechtsakt der Beurkundung erscheint der älteste bekannte Stadtrichter (Schulze) von Hradec, Jindøich, genannt Kameník (Heinrich Steinmetz), wahrscheinlich der erste Verwaltungsbeamte der entstehenden Stadt.
1269
Durch das Auftreten des Komturs Konrad unter den Zeugen auf einer Urkunde aus dem Jahre 1269 wird die Existenz der Hradecer Ordenskommende nachgewiesen, die in späteren Zeiten zu den bedeutendsten Kommenden dieses Ordens in den böhmischen Landen gehörte.
1277
Im Frühjahr d. J. wurde die Burg des rebellischen Oldøich I. (Ulrich I.) vom böhmischen König Pøemysl Otakar II. besetzt, der Mitte Mai hier auch kurz verweilte.
1293
In der Urkunde des Landeskomturs Jindøich (Heinrich) von Piero vom 13. Oktober wird Hradec das erste Mal als Stadt (civitas) erwähnt.
1294
Oldøich II. (Ulrich II.) von Hradec siedelt in dieser Stadt unter Zustimmung des Königs acht Judenfamilien an und lässt sich zugleich vom Herrscher die alten Rechte an dem über Hradec führenden Landweg bestätigen.
1297
In Hradec werden die Hradecer Bürger (civis) zum ersten Mal ausdrücklich ernannt.
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